Willkommen beim NABU Fulda und Künzell e.V.

Für Mensch und Natur


Landesgartenschau Fulda 2023

Fuldas Aueweiher - Oase oder Rummelplatz?

Foto: Annelie Röhm, Blick auf den südliche Aueweiher, an dessen südlichem Ufer ein Beach und Fun Bereich geplant ist
Foto: Annelie Röhm, Blick auf den südliche Aueweiher, an dessen südlichem Ufer ein Beach und Fun Bereich geplant ist

Freizeiterlebnisarten entwickeln sich zu Massenaktivitäten, wofür ständig neue Gebiete erschlossen und Infrastrukturen erstellt werden.

 

 

Leider sehen viele Menschen die Natur als ökonomisch unbegrenzt nutzbare Ressource an, so dass immer mehr empfindliche Lebensräume, die gleichzeitig letzte Rückzugsräume für bedrohte Arten sind, wie die Inseln und Auewaldreste beider Weiher, für Freizeitnutzung zerstört werden. download und mehr

 

 


Aktuelles


Dem Eisvogel und Graureiher auf der Spur -Stunde der Wintervögel-11.01.2020

Forscher-Camp an der Simshäuser Hütte
Foto: NABU A. Röhm

Da staunten die Mitglieder unserer NABU Gruppe nicht schlecht, als auf dem Parkplatz Hornungsbrücke über 40 Interessenten erschienen.

In diesem Jahr stand nicht nur die Zählung der Wintervögel auf der Agenda, sondern auch die im Jahr 2023 stattfindende Landesgartenschau. Über 40 Personen trafen zur diesjährigen Stunde der Wintervögel ein, die an diesem Wochenende bundesweit bereits zum 10. mal stattfand.
Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Ausführungen unseres Mitgliedes Lothar Herzig, der die Besucher durch die Fuldaaue führte und ihnen schilderte, welche Veränderungen an den Aueweihern und dem Tiergarten im Rahmen der Landesgartenschau geplant sind. Vor allem die geplanten Baumaßnahmen an den Aueweihern haben es den Besucher angetan. Dieser, seit Jahrzehnten gewachsene Lebensraum ist ein Hotspot der Biodiversität und stillen Naherholung und soll einem Freizeitpark geopfert werden. Am Ende des Rundganges wurde eine Unterschriftensammlung durchgeführt, von der rege Gebrauch gemacht wurde.
Eine zweite Gruppe befasste sich mit der Zählung der Wintervögel. Es wurden 23 Vogelarten festgestellt. Winfried Krönung berichtete, dass er über viele Jahre im Winter nordische Gimpel in seinem Garten hatte. In diesem Jahr fand sich kein einziger Gimpel ein. Er vermutet, dass in Skandinavien die Winter milder geworden sind und die nordischen Gimpel dort noch ausreichend Futter finden.

Andreas Chrostek vermittelte Wissenswertes über den Eichenprozessionsspinner 07.01.2020

Foto: A. Chrostek
Foto: A. Chrostek

Herr Andreas Chrostek:  Für wen wird der Eichenprozessionsspinner zur Plage?

Wer hätte das gedacht, dass jede Raupe des Eichenprozessionsspinners (EPS) mit 600 000 Gifthärchen gegen ihre Fressfeinde gewappnet ist. Diese Haare sind das Problem, sie enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein und sind für Mensch und Tier gefährlich und lösen allergische Reaktionen aus. Ab dem 3. Larvenstadiums, also im April bis Juni steigt mit jedem Entwicklungsstadium der Raupe, die Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier. Eine Gefährdung besteht besonders beim direkten Kontakt mit den Raupen. Eine ganzjährige Gefahrenquelle sind die Häutungsnester und die am Baum oder am Boden verbleibenden Verpuppungs-gespinste. Die Brennhaare bleiben an Kleidung und Schuhen haften, die bei Berührung immer neue toxische Reaktionen auslösen. Das Toxin der Brennhaare ist über mehrere Jahre aktiv. Sogar Brennholz aus diesen Gebieten stellt ein Risikofaktor dar. Gesundheitliche Beschwerden durch den EPS können daher während des gesamten Jahres entstehen.
Für die Eichen ist ein einmaliger Befall nicht existenzbedrohlich. Werden jedoch die Eichen über einen größeren Zeitraum mehrmals von diesen EPS heimgesucht, dann verlieren die Bäume ihre Vitalität und sie sind dann auch anfälliger gegenüber anderen Schädlingen.

Nistkästen schon im November säubern 14.11.2019

Bau einer Waldkugelbahn im Niesiger Forst
Foto: NABU A. Röhm

Der Naturschutzbund Fulda und Künzell rät:

Zu Beginn des Herbstes die Nistkästen für die bevorstehende Brutzeit zu säubern. Singvögel, wie Meise, Kleiber und Sperling benutzen die Kästen als Unterschlupf für die Nacht. Vor dem Saubermachen sollte man überprüfen, ob der Nistkasten wirklich leer ist. Haselmaus, Fledermaus und Siebenschläfer verwenden ihn auch als Quartier. Ist der Kasten leer, entfernt man das alte Nistmaterial, in dem häufig irgendwelche Parasiten sich befinden. Man spült ihn mit heißem Wasser oder einer Kochsalzlösung aus. Anschließend darf er trocknen. Auf chemische Reinigungsmittel sollte man besser zum Schutz der Tiere verzichten.

 

Weiter Infos gibt Hans-Ulrich Sprenger
unter Tel.: 0661/33325


Biotopübersicht
Biotopübersicht

Über uns

Wir, der NABU Fulda und Künzell e.V.  möchten Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden, intakte Wälder und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

Wie in diesem Jahr, so werden wir im kommenden Jahr wieder eine Vielzahl von naturkundlicher Exkursionen in die Natur anbieten, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor "Ihrer Haustür" kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Fulda und Künzell aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen (jeden ersten Dienstag im Monat) vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.